Wahlleitfaden

Vorwort

Es ist Aufgabe der Kirche das Evangelium Jesu Christi allen Menschen zu verkünden.[1] Das Evangelium zeigt einen Gott, der ein Gott der Liebe und des Lebens ist. Gott schuf den Menschen als Mann und Frau - als sein Abbild - und vertraute ihnen die Erde an. Die Würde des Menschen besteht in der Freiheit, nach dem eigenen Gewissen handeln zu können. Es ist dabei zu beachten, dass „Freiheit nicht das Recht zur Beliebigkeit“ bedeutet. „Freiheit ist kein Freibrief! Wer aus der Freiheit einen Freibrief macht, hat der Freiheit bereits den Todesstoß versetzt. Der freie Mensch ist vielmehr der Wahrheit verpflichtet.[2] Die Kirche möchte zur Gewissensbildung beitragen, indem sie die Werte des Evangeliums eingebettet in unsere Zeit je neu verkündet.

Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, Parteipolitik zu betreiben.[3] Stattdessen ermutigt sie besonders junge Menschen zu politischem Engagement und bietet die Werte des Evangeliums als Orientierungs- und Entscheidungshilfe an. „Wir sind [...] nicht für die Bequemlichkeit, sondern für das Große, für das Gute geschaffen“.[4] Die Kirche erkennt das Wahre, Gute und Schöne in jedem Menschen und in jeder Partei an. Vertreter der Kirche oder kirchlicher Institutionen dürfen nie für oder gegen einen Kandidaten, für oder gegen eine Partei Position beziehen.

Dieser Leitfaden zur Gewissensbildung für christliche Wähler wurde von einigen Studierenden der Katholischen Hochschulgemeinde in Wien erstellt. Er möchte zu relevanten Themen der aktuellen Debatte Orientierung, anhand der Werte des Evangeliums und des kirchlichen Lehramtes, geben. Die Kürze des Leitfadens ermöglicht es den Interessierten, diesen auf einmal und zur Gänze zu lesen. Dies entspricht der katholischen Hermeneutik, nämlich, dass die Glaubenslehre nur in ihrer Gesamtheit den Glauben verstehen lässt. Weiterführende Verweise zu einzelnen Themen bieten die Fußnoten.

 

1.       Ehe, Familie, Erziehung

Die Familie aus Frau, Mann und Kind(ern) ist die Keimzelle der menschlichen Gesellschaft.[5] Die Verantwortung für die Bedürfnisse der Familien muss von zentraler Bedeutung für politische Parteien sein. In biblisch-christlichem Verständnis ist die Ehe ausschließlich als Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann zu verstehen, da nur aus der Vereinigung von Frau und Mann neues Leben entstehen und so der ethisch verantwortungsvolle Fortbestand der Gesellschaft gesichert werden kann. Deswegen ist der Ehe zwischen einer Frau und einem Mann Vorrang gegenüber anderen Partnerschaftsmodellen einzuräumen. Dies bedeutet jedoch nicht die Benachteiligung homosexuell empfindender Menschen; ihnen ist wie jedem Menschen mit Achtung und Respekt zu begegnen.

„Das Grundrecht und die Grundpflicht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen sind unveräußerlich.“[6] Politische Parteien haben für die Wahlfreiheit der Erziehungsberechtigten in der Betreuung von Kindern im Vorschulalter zu sorgen. Die Entscheidung zur eigenverantwortlichen Erziehung der Kinder sollte gegenüber den staatlichen Betreuungseinrichtungen keine Benachteiligung erfahren.

 

2.       Solidarität

Die Solidarität mit den Ärmsten und Schwächsten in einer Gesellschaft stellt eine fundamentale Pflicht für Christen dar: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40) Eine christliche Gesellschaftsordnung fußt auf dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit, in welcher die Wirtschaft dem Erhalt des Wohlstandes der Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt.[7] Papst Franziskus hält dazu fest: „Die Kultur des Wohlstands betäubt uns, und wir verlieren die Ruhe, wenn der Markt etwas anbietet, was wir noch nicht gekauft haben, während alle diese wegen fehlender Möglichkeiten unterdrückten Leben uns wie ein bloßes Schauspiel erscheinen, das uns in keiner Weise erschüttert.“[8] Menschen, die durch immer größer werdende Vermögensunterschiede von sozialer Ungleichheit betroffen sind, bedürfen einer gesellschaftlichen Reaktion im Sinne von Solidarität. Eine Konsequenz jener Entwicklung ist das komplexe Phänomen der Migration. Diese stellt eine dramatische Herausforderung für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und das Sozialwesen dar. Ihre Aufgabe ist die Lösung bzw. Verbesserung dieser Probleme, durch die das persönliche, familiäre und soziale Leben der MigrantInnen Erleichterungen erfährt sowohl in den Gastländern, als auch in den Herkunftsländern. Dementsprechend hat der Staat die Pflicht und die Verantwortung einerseits angemessene Hilfe in den Krisengebieten vor Ort zu leisten und andererseits eine rasche und transparente Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Bei objektiver Gefahr für die Allgemeinheit und die öffentliche Sicherheit sollte Migration im konkreten Fall reguliert werden, da Wahrung der öffentlichen Ordnung und des inneren Friedens zu den wichtigsten Aufgaben eines Staates zählen. Grundsätzlich sollen jedoch der freie Personenverkehr und die Niederlassungsfreiheit nicht in Frage gestellt werden. Im Kontext der Migration ist von Seiten politischer Parteien dem immer noch präsenten Menschenhandel (erzwungene Prostitution, organisiertes Bettelwesen, u.Ä.) mehr Beachtung zu schenken.

 

3.       Umweltschutz

Gott hat die Erde für den Menschen geschaffen, der die Krönung seiner Schöpfung ist: „Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land.“ (Gen 1,26) Das biblische Grundverständnis legitimiert die nachhaltige Verwendung und den Verbrauch natürlicher Ressourcen. Die Menschen haben jedoch die Verantwortung gegenüber der Umwelt. Die gegenwärtige Generation darf nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen wirtschaften, die Ressourcen aufbrauchen und die Umwelt zerstören. Politische Parteien müssen sich dieser Verpflichtung bewusst sein und daraus resultierend, gemeinsam mit allen, die an der Wirtschaft beteiligt sind, eine nachhaltige Energiepolitik gestalten. „Die ärmsten Regionen und Länder besitzen weniger Möglichkeiten, neue Modelle zur Reduzierung der Umweltbelastung anzuwenden, denn sie haben nicht die Qualifikation, um die notwendigen Verfahren zu entwickeln, und können die Kosten nicht abdecken. Darum muss man deutlich im Bewusstsein behalten, dass es im Klimawandel diversifizierte Verantwortlichkeiten gibt.[9] Dementsprechend müssen Verantwortungstragende für eine Energiewende werben, die nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch ein Motor für die Entwicklung der ärmsten Gegenden der Welt sein soll. Zugleich darf die Wahrung eines weiteren ökologischen Aspektes nicht unberücksichtigt gelassen werden: „Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. [...] Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.“[10]

 

4.      Gender-Theorie

Der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann.[11] Das schwer fassbare Phänomen der Gender-Theorie beschränkt sich nicht auf das sprachliche „gendern“ oder die legitime Forderung nach der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Gender-Theorie in ihrer ursprünglichen Formulierung sieht im Geschlecht ein ausschließlich soziokulturelles Konstrukt statt einer biologischen Realität.[12] Der biblische Glaube hingegen stellt fest, dass Gott den Menschen als Mann und Frau mit Unterschieden erschaffen hat, damit sich beide Geschlechter ergänzen, sich gegenseitig zum Geschenk werden und so den eigentlichen Sinn ihres Seins und ihrer Existenz verwirklichen.[13] 
Ausgehend von der in der Schöpfung grundgelegten gleichen Würde der Frau, „so wie sie aus dem Herzen Gottes in der ganzen Schönheit und im vollen Reichtum ihres Frauseins hervorgegangen[14] ist und ihren wertvollen besonderen Aufgaben in der Welt, lehnt die Kirche klar jede Form von Diskriminierung des einen oder anderen Geschlechts ab. 
Es besteht allerdings die Gefahr, eben jenen Reichtum durch eine Ablehnung der Schöpfungswirklichkeit zu verlieren. Auf dem Hintergrund der christlichen Freiheit ist die menschliche Natur zu achten und eine aufgezwungene Gender-Indoktrinierung entschieden zurückzuweisen. Papst Franziskus betonte hierzu: „In Europa, in Amerika, in Lateinamerika, in Afrika, in einigen Ländern Asiens gibt es einen wahren ideologischen Kolonialismus. Und einer von diesen – ich nenne ihn unverhohlen beim Namen – ist die Gender-Theorie! Heute wird den Kindern in der Schule beigebracht, dass jeder sein Geschlecht selber wählen kann. Und warum wird das gelehrt? Weil die Lehrbücher von den Personen und den Institutionen kommen, die dir das Geld geben. Das sind die Formen von ideologischem Kolonialismus, die auch von sehr einflussreichen Ländern unterstützt werden. Und das ist schrecklich.“[15]

 

5.       Abtreibung und Euthanasie

Das Leben ist von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen.[16] Die Medizin kann keine Antwort zum Anfang des menschlichen Lebens geben, nicht das Herz, nicht die Nieren, nicht das Schmerzempfinden alleine erheben uns zum würde- und wertvollen Menschen. Die Freiheit eines Menschen darf niemals die Freiheit eines anderen Menschen einschränken. Das Recht auf das Leben des Kindes gehört weder der Mutter, noch dem Vater oder gar dem Staat. Besonders bedauernswert ist die Diskriminierung von behinderten Kindern, die bis kurz vor der Geburt straffrei abgetrieben werden können („Eugenische Indikation“). Es ist unsere unbedingte Aufgabe als ChristInnen, die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen, jene, die nicht für sich selbst sprechen können, und der Kultur des Todes sowie der Abwertung der grenzenlosen Kostbarkeit des Lebens entschieden entgegenzutreten.[17]

Ebenso verachtenswert ist die Herabwürdigung des Lebens in der Euthanasie. Wer beim Suizid hilft, überhört den Hilfeschrei der PatientInnen, die leiden und ignoriert diesen. „Töten steht immer im Widerspruch zur Liebe.“[18] Das menschliche Leben ist ein „wertvolles Geschenk Gottes“, es ist „heilig und unantastbar und daher sind insbesondere die vorsätzliche Abtreibung und die Euthanasie absolut unannehmbar;“ es muss „liebevoll geschützt werden“, da das Leben seinen Sinn „in der empfangenen und geschenkten Liebe“ findet.[19] Diese schützende Liebe realisiert sich u.a. in den Hospizvereinen, der Schwangerschaftsberatung und in allen Menschen guten Willens, die Hilfsbedürftige in diesen schweren Lebenslagen unterstützen, um sie vor dem verzweifelten Weg in den Tod zu bewahren.

 

6.        Religionsfreiheit

Die Freiheit der Religion stellt ein fundamentales Menschenrecht dar.[20] Es ist daher die Pflicht politischer Parteien, dieses Recht zu schützen und die Religionsausübung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und unter Wahrung des öffentlichen Friedens zu garantieren. Studien zur Situation religiöser Minderheiten zeigen, dass ChristInnen jene religiöse Gruppe bilden, die weltweit am häufigsten Opfer von Verfolgung werden.[21] Die geschichtliche Prägung durch das Christentum spiegelt sich heute im christlichen Wertekonsens, der Österreich ausmacht, wider. Österreich ist daher sowohl im Sinn weltweiter Mitverantwortung, als auch aus geschichtlicher und gesellschaftlicher Prägung heraus dazu aufgefordert, mit Nachdruck die Stimme zu erheben und Maßnahmen gegen Christenverfolgung zu setzen.

 

7.      Informationsfreiheit

„Wenn ein Kommunikationsmittel nicht die Wahrheit verkündet, wenn es nur die halbe Wahrheit sät, verzerrt es die Information. So richtet man viel Schaden an.“[22] Sachverhalte werden in Medien selektiv, oft verkürzt, verzerrt und nicht der Wahrheit und Wirklichkeit entsprechend dargestellt. Wahrhaftiges Zusammenleben und ehrlicher Dialog benötigen jedoch sowohl Informationsfreiheit, als auch Meinungsvielfalt der Teilnehmenden. ChristInnen müssen Zensurversuchen, die mit Begriffen wie „Fake News“ und „Hassrede“ Deutungshoheit über das Zulassen oder Verbot bestimmter Meinungen strafrechtlich durchzusetzen versuchen, nachdrücklich widersprechen. Die Konsequenzen für Phänomene wie „Hassrede“ und „Fake News“ sind jetzt bereits unter übler Nachrede, Beleidigung, Verleumdung, Kreditschädigung und Verhetzung ausreichend im Strafrecht geregelt und bräuchten nur verstärkt durchgesetzt werden. Nachweislich verdrehte Medienberichterstattung sowie beschönigte und absichtlich missinterpretierte Statistiken stellen eine Ungerechtigkeit gegenüber den Medienkonsumierenden dar und behindern, aufgrund ihrer Verzerrung der Wirklichkeit, soziale Gerechtigkeit und öffentliche Wohlfahrt. ChristInnen müssen vehement für Informations- und Meinungsfreiheit eintreten. Es gibt kein Recht, Unliebsames nicht hören zu müssen.

 

Schlusswort

Die Eröffnung scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten durch den Fortschritt in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kann zu der Annahme verleiten, dass sich die Frage nach der Wahrheit von Werten erübrigt. Papst Johannes Paul II. beschrieb diese Situation: „In einer Welt, in der nichts mehr wirklich wichtig ist, in der man tun kann, was man will, besteht die Gefahr, daß Prinzipien, Wahrheiten und Werte, die in Jahrhunderten mühsam erworben wurden, auf die Müllhalde eines übertriebenen Liberalismus gekippt werden.“[23] Der Relativismus jedoch entspricht nicht der Würde des Menschen, der sich im Tiefsten seines Herzens nach der Wahrheit sehnt, die ihn frei macht. „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien.“ (Joh 8,32)

 

Für den Inhalt verantwortlich:
Katholische Hochschulgemeinde Wien
Ebendorferstraße 8
1010 Wien
Doz. P. Dr. Martin Mayerhofer FSO
Universitätsseelsorger

 

Da sich dieser Leitfaden als Anregung zum selbständigen Weiterdenken versteht, nehmen wir Rückmeldungen gerne entgegen: feedback.khg@gmail.com


[1] „Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28,19-20)

[2] Papst Johannes  Paul II., Ansprache am Brandenburger Tor am 23.06.1996.

[3] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Zu einigen Fragen über den Einsatz und das Verhalten der Katholiken im politischen Leben vom 24.11.2002 und: Presseerklärung der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz vom 4.-7. November 2002 in Salzburg.

[4] Papst Benedikt XVI., Ansprache an die Pilger aus Deutschland am 25.04.2005.

[5] „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde.“ (Gen 1,27-28)

[6] Katechismus der Katholischen Kirche, 2221.

[7] „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“ (Mt 6,24)

[8] Papst Franziskus, Evangelii Gaudium, 54.

[9] Papst Franziskus, Laudato si, 52.

[10] Ansprache von Papst Benedikt im Deutschen Bundestag am 22.9.2011.

[11] Ansprache von Papst Benedikt im Deutschen Bundestag am 22.9.2011.

[12] J. Money / J. G. Hampson /  J. Hampson, An Examination of Some Basic Sexual Concepts: The Evidence of Human Hermaphroditism, Bull. John Hopkins Hosp. 97 (1955) , 301-319 und: C. West / D.H. Zimmerman, „Doing Gender, Gender and Society 1,2 (1987), 125-151.

[13] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt vom 31.5.2004.

[14] Johannes Paul II., Mulieris dignitatem, 31.

[15] Papst Franziskus, Ansprache des Heiligen Vaters bei der Begegnung mit den polnischen Bischöfen 27.06.2017.

[16] Zweites Vatikanisches Konzil, Gaudium et spes, 51.

[17] „Die Flucht vor der Verantwortung, die den Menschen entwürdigt, und noch mehr die Tötung eines wehrlosen, unschuldigen Wesens, können niemals Glück oder Frieden schaffen.“ (Botschaft seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur Feier des Weltfriedenstages 1.1.2013, 4)

[18] „Beihilfe zum Selbstmord kann niemals ein Liebesdienst sein. Oft wird sie als Mitleid deklariert. Echtes Mitleid solidarisiert sich mit dem Schmerz des anderen, tröstet, so gut dies möglich ist, hilft über kritische Phasen hinweg und hilft Kurzschlusshandlungen vermeiden, sofern die Gefahr dazu besteht. Wenn das Leiden unerträglich wird, kann Mitleid den Wunsch hervorrufen, dass das Leid nicht mehr lange andauert, aber Töten steht immer im Widerspruch zu Liebe und wäre eine falsche Art von Mitleid.“ (Bischof DDr. Klaus Küng, Ansprache beim Van-Swieten-Kongress am 1.11.2002)

[19] Johannes Paul II., Evangelium Vitae, 81.

[20] Vgl. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Art. 2.

[21] Vgl. www.opendoors.de.

[22] Papst Franziskus, Videobotschaft zum 20. Geburtstag von Radio Maria Argentinien am 8.11.2016.

[23] Papst Johannes Paul II., Ansprache im Vatikan an die bayerischen Bischöfe am 4.12.1992.

 

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